Google Search Console: Neue KI-Leistungsberichte für globale Sichtbarkeitsdaten
Laut Search Engine Land hat Google die neuen KI-Leistungsberichte und eine Steuerung für generative KI-Suchfunktionen am 31.

August 2026 weltweit in der Search Console bereitgestellt. Der Bericht zeigt Sichtbarkeitsdaten für AI Overviews, AI Mode und weitere generative Suchfunktionen, enthält aber keine Klickdaten. Für Content- und Pinterest-Teams ist das ein klarer Messhebel: Sichtbarkeit wird sichtbar, der direkte Traffic- und Geschäftseffekt nicht.
Was sich jetzt auswerten lässt
Der Bericht umfasst Sichtbarkeitsimpressionen, Seiten, Länder, Geräte und Zeiträume. Damit lässt sich erstmals innerhalb der Search Console nachvollziehen, welche Inhalte in Googles KI-Antworten, im AI Mode und in AI Overviews erscheinen. Die Daten helfen bei drei konkreten Fragen:
- Welche Seiten werden innerhalb der KI-Suchfunktionen ausgespielt?
- Gibt es Unterschiede nach Land oder Gerät?
- Wie entwickelt sich die Sichtbarkeit im betrachteten Zeitraum?
Die entscheidende Grenze steht direkt daneben: Klickdaten fehlen. Der Bericht beantwortet deshalb nicht, ob eine Sichtbarkeitsimpression zu einem Besuch, einer Anfrage oder einem Verkauf geführt hat. Für die Content-Planung bedeutet das: Sichtbarkeit und Geschäftsergebnis müssen getrennt betrachtet werden.
Ein sauberer Start beginnt mit einem dokumentierten Ausgangswert. Notiere die relevanten Seiten sowie die Dimensionen Land, Gerät und Zeitraum, bevor du Einstellungen änderst. So kannst du später unterscheiden, ob eine Entwicklung aus der Suchumgebung kommt oder mit der Umstellung selbst zusammenhängt.
Besonders hilfreich ist der Bericht für die redaktionelle Priorisierung. Seiten, die in den KI-Oberflächen sichtbar sind, können als Ausgangspunkt für eine genauere Prüfung dienen: Passt die Suchintention noch zur Seite? Ist die zentrale Aussage schnell verständlich? Wird das Thema ausreichend beantwortet? Der Bericht liefert dafür keine automatisierte Bewertung, aber ein klareres Signal, wo eine solche Prüfung überhaupt lohnenswert ist.
Sperren oder sichtbar bleiben?
Parallel zum Bericht stellt Google Website-Betreibern eine Steuerung zur Verfügung. Sie können festlegen, ob ihre Inhalte in generativen KI-Suchfunktionen erscheinen und als Grundlage für Antworten dienen sollen. Zu den genannten Funktionen gehören AI Overviews, AI Mode und KI-Antworten in Discover.
Bei einem Opt-out sollen laut Search Engine Land keine Traffic- oder Sichtbarkeitsdaten aus Googles generativen KI-Funktionen mehr für die Website entstehen. Für klassische Websuchergebnisse soll die Steuerung dagegen kein Ranking-Signal sein und sich nicht negativ auswirken. Diese Aussage bezieht sich ausdrücklich auf Suchergebnisse außerhalb der generativen KI-Funktionen.
Damit ist die neue Option keine reine Suchmaschinen-Optimierung, sondern eine strategische Entscheidung über Reichweite und Sichtbarkeit. Bevor du den Schalter betätigst, solltest du deshalb nicht nur auf die aktuelle Sichtbarkeit reagieren. Relevant sind auch diese Fragen:
- Soll die Website in KI-generierten Antworten auffindbar bleiben?
- Welche Inhalte sollen dort als Quelle dienen?
- Gibt es bereits eigene Website-Daten, die den Wert dieses Kanals zeigen?
- Ist die Entscheidung redaktionell und geschäftlich begründet?
Lege die Entscheidung offen im Team ab. Wenn du Inhalte von Googles generativen KI-Funktionen ausschließen möchtest, dokumentiere den Zeitpunkt und den Grund. Eine spätere erneute Prüfung wird dadurch wesentlich einfacher. Der Schalter sollte nicht aus einem kurzfristigen Trend heraus umgelegt werden, sondern zu einem klaren Content-Ziel passen.
Der Sichtbarkeitsdruck steigt
OnlineMarketing.de berichtet, dass Google AI Overviews bei manchen Suchanfragen automatisch vollständig öffnet, wenn die Systeme das Thema als besonders nützlich einstufen. In solchen Fällen entfällt zum Teil die Schaltfläche zum nachträglichen Ausklappen. Die klassischen organischen Ergebnisse rücken dadurch auf der Suchergebnisseite weiter nach unten.
Für Website-Betreiber verschärft das die Bedeutung der neuen Berichte. Die reine Position in den klassischen Suchergebnissen beantwortet immer weniger die Frage, wie viel Sichtbarkeit ein Inhalt tatsächlich erhält. Die Google-Oberfläche kann bereits vor den organischen Treffern von einer KI-Antwort geprägt sein.
Daraus sollte du aber keinen automatischen Traffic-Rückgang ableiten. Die Verschiebung auf der Suchergebnisseite und fehlende Klickdaten sind zwei getrennte Punkte. Der KI-Leistungsbericht liefert Sichtbarkeit, aber keinen Nachweis über die daraus entstandenen Besucher. Genau diese Trennung solltest du auch in deiner Auswertung beibehalten.
Heute erledigen:
1. Öffne den neuen KI-Leistungsbericht in der Search Console.
2. Erfasse die aktuellen Seiten, Länder, Geräte und Zeiträume als Startwert.
3. Prüfe, ob die Steuerung für deine Inhalte aktiviert oder deaktiviert bleiben soll.
4. Vergleiche die Sichtbarkeitsdaten später mit deinen eigenen Website-Ergebnissen.
5. Übertrage Google-Werte nicht auf Pinterest. Die Pinterest-Sichtbarkeit bleibt ein eigener Messbereich und sollte anhand der dort verfügbaren Daten bewertet werden.
Der konkrete Hebel liegt damit nicht im schnellen Abschalten. Nutze den Bericht als Frühindikator, trenne Sichtbarkeit von Traffic und triff die Entscheidung über generative KI-Ausspielung bewusst.