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Pinterest Keyword-Recherche: Der Fahrplan für mehr Reichweite
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Pinterest Keyword-Recherche: Der Fahrplan für mehr Reichweite

Jeden Monat verlieren Unternehmen auf Pinterest Impressionen – nicht unbedingt, weil ihre Bilder schlecht sind, sondern weil die Pins an der Suche vorbeigehen. Ein schönes Motiv reicht auf der Plattform selten aus.

Pinterest Keyword-Recherche: Der Fahrplan für mehr Reichweite

Wenn der Text nicht zu den Begriffen passt, nach denen Menschen tatsächlich suchen, bleibt selbst ein hilfreicher Inhalt oft unsichtbar.

Pinterest funktioniert dabei eher wie eine visuelle Suchmaschine als wie ein klassisches soziales Netzwerk. Nutzerinnen und Nutzer suchen nach Ideen, Anleitungen, Produkten und Lösungen – und speichern die Ergebnisse häufig für später. Wer sichtbar werden will, muss deshalb nicht nur gute Inhalte erstellen, sondern auch verstehen, mit welcher Sprache die eigene Zielgruppe auf Pinterest unterwegs ist.

Die gute Nachricht: Für eine solide Recherche brauchst du weder ein teures Abonnement noch eine Marketing-Agentur. Pinterest selbst bietet mehrere kostenlose Anlaufstellen. Mit der Suchleiste, Pinterest Trends und dem Ads Manager lässt sich eine belastbare Grundlage schaffen. Drittanbieter-Tools können später Zeit sparen, ersetzen aber nicht das Verständnis für die eigene Zielgruppe.

Die Pinterest-Suchleiste als erste Anlaufstelle: Autocomplete und die ABC-Methode

Deine Recherche beginnt dort, wo auch die Nutzerin beginnt: in der Suchleiste von Pinterest. Sobald du ein Wort oder eine Wortgruppe eingibst, ergänzt Pinterest den Suchbegriff um weitere Vorschläge. Diese Ergänzungen geben dir Hinweise darauf, welche Formulierungen und Themen auf der Plattform miteinander verbunden werden.

Das ist kein vollständiger Einblick in alle Suchdaten und auch keine Garantie dafür, dass jeder Vorschlag gleich häufig gesucht wird. Trotzdem ist die Autovervollständigung ein sehr praktischer Ausgangspunkt: Sie zeigt dir die Sprache der Plattform und hilft dabei, aus einem allgemeinen Thema konkretere Suchanfragen zu entwickeln.

Gib zunächst dein Hauptthema ein. Suchst du beispielsweise nach „Wohnideen“, können Vorschläge wie „Wohnideen modern“, „Wohnideen Wohnzimmer klein“ oder „Wohnideen DIY“ erscheinen. Für deine Recherche sind dabei nicht nur die offensichtlich passenden Begriffe interessant. Auch ungewöhnlichere Kombinationen können zeigen, welche Bedürfnisse hinter dem allgemeinen Thema liegen: kleine Räume, bestimmte Stilrichtungen, Farben, Budgets oder konkrete Anlässe.

Sammle die Vorschläge zunächst ungefiltert. Die Bewertung kommt im nächsten Schritt. Wer schon während der Recherche jeden Begriff aussortiert, verliert schnell Varianten, die später für einen einzelnen Pin, eine Pinnwand oder einen Blogartikel relevant werden könnten.

Die ABC-Methode: Systematisch Long-Tail-Keywords entdecken

Für eine umfassendere Recherche gehst du einen Schritt weiter. Die sogenannte ABC-Methode ist einfach, aber effektiv: Du gibst dein Hauptkeyword ein, setzt ein Leerzeichen dahinter und ergänzt nacheinander die Buchstaben des Alphabets.

Konkret sieht das so aus:

1. „Wohnideen a“ – mögliche Vorschläge können etwa „Wohnideen aufpeppen“ oder „Wohnideen Altbau“ sein.

2. „Wohnideen b“ – hier können beispielsweise „Wohnideen Balkon“ oder „Wohnideen beige“ auftauchen.

3. Du arbeitest dich Buchstabe für Buchstabe bis zum „z“ vor.

Nicht jeder Buchstabe liefert brauchbare Ergebnisse. Das ist normal. Die Methode soll keine künstliche Vollständigkeit erzeugen, sondern dir unterschiedliche Richtungen zeigen. Bei „Wohnideen“ können sich daraus zum Beispiel diese Themenfelder ergeben:

  • Raum und Wohnsituation: kleine Wohnung, Wohnzimmer, Schlafzimmer, Altbau
  • Stil und Gestaltung: modern, minimalistisch, skandinavisch, boho
  • Farbe und Material: beige, schwarz, Holz, grün
  • Anlass und Projekt: umgestalten, dekorieren, selber machen
  • Problem und Bedürfnis: Stauraum schaffen, kleine Räume einrichten, gemütlicher machen

Gerade diese längeren Suchphrasen sind für Unternehmen und Selbstständige interessant. Ein allgemeiner Begriff wie „Wohnideen“ ist breit und lässt viele Absichten offen. „Wohnideen Wohnzimmer klein“ beschreibt dagegen schon deutlich genauer, wonach gesucht wird. Je klarer die Suchintention, desto leichter kannst du entscheiden, welcher Inhalt dazu passt.

Eine einfache Tabelle hilft, die Recherche nicht in einer langen, unübersichtlichen Begriffssammlung enden zu lassen:

SuchbegriffThemenbereichPassender InhaltEinschätzung
Wohnideen Wohnzimmer kleinRaum und ProblemArtikel oder Ratgeber-Pinsehr passend
Wohnideen beigeFarbe und StilInspirationssammlungpassend
Wohnideen DIYProjekt und UmsetzungAnleitung oder Tutorialpassend
Wohnideen aunklarerst nach Vorschlag bewertenoffen

Bewerte dabei nicht nur die sprachliche Nähe zu deinem Angebot. Frage dich auch, ob du für diesen Suchbegriff tatsächlich einen nützlichen Inhalt erstellen kannst. Ein Keyword kann auf Pinterest sichtbar sein und trotzdem nicht zu deinem Produkt, deiner Dienstleistung oder deiner Beratung passen.

Die Suchleiste ist ein kostenloses Marktforschungsinstrument für die Sprache deiner Zielgruppe. Sie liefert keine fertige Strategie, aber sehr gute erste Hinweise.

Praktischer Tipp: Öffne die Pinterest-Suchleiste in einem privaten Browserfenster oder melde dich vorher ab. So reduzierst du den Einfluss deiner persönlichen Suchhistorie. Ganz neutral ist eine solche Recherche trotzdem nicht immer, denn Vorschläge können sich je nach Region, Sprache, Gerät und aktuellem Plattformkontext unterscheiden.

Aus Vorschlägen eine brauchbare Keyword-Liste machen

Nach der ABC-Runde hast du wahrscheinlich mehr Begriffe gesammelt, als du sofort verwenden kannst. Jetzt beginnt der redaktionelle Teil der Recherche. Sortiere die Liste nach drei Fragen:

1. Passt der Begriff zu deinem Angebot?

Ein Suchbegriff sollte nicht nur Reichweite versprechen, sondern mit dem Thema deines Profils und dem Inhalt des Pins zusammenpassen.

2. Welche Absicht steckt dahinter?

Sucht die Person nach Inspiration, einer Anleitung, einem Vergleich, einem Produkt oder einer konkreten Lösung?

3. Kannst du die Erwartung erfüllen?

Wer nach „Wohnzimmer klein einrichten“ sucht, erwartet eher konkrete Raumideen als eine allgemeine Unternehmensvorstellung.

So entstehen aus einer Sammlung von Suchbegriffen erste Cluster. Ein Cluster kann beispielsweise aus „kleine Wohnung einrichten“, „Wohnzimmer klein“, „Stauraum kleine Räume“ und „minimalistisch wohnen“ bestehen. Diese Begriffe müssen nicht alle auf demselben Pin stehen. Sie können sich auf mehrere Pins, Pinnwand-Titel und weiterführende Inhalte verteilen.

Die Suchleiste zeigt dir mögliche Formulierungen. Pinterest Trends hilft dir dabei, die zeitliche Entwicklung eines Themas einzuschätzen. Das kostenlose Werkzeug unter trends.pinterest.com ist besonders nützlich, wenn du nicht nur wissen möchtest, ob ein Thema gesucht wird, sondern auch, wann das Interesse daran typischerweise zunimmt.

Du kannst mehrere Begriffe miteinander vergleichen und den Verlauf über das Jahr betrachten. Dadurch erkennst du saisonale Muster und kannst unterscheiden, ob ein Keyword dauerhaft interessant ist oder nur zu einem bestimmten Zeitpunkt Aufmerksamkeit bekommt.

Nimm wieder das Beispiel „Weihnachtsdeko“. Ein Blick auf den Verlauf kann zeigen, dass das Interesse deutlich vor dem eigentlichen Fest anzieht. Für deine Planung ist das entscheidend: Ein Pin, der erst kurz vor Weihnachten veröffentlicht wird, konkurriert möglicherweise bereits mit einer großen Zahl vorhandener Inhalte. Ein früherer Start gibt dir mehr Zeit, verschiedene Motive und Formulierungen zu testen.

Pinterest Trends ist dabei kein Orakel. Ein Ausschlag in der Kurve bedeutet nicht automatisch, dass jeder Inhalt zu diesem Thema erfolgreich sein wird. Der Verlauf hilft dir vielmehr, deine Themenplanung an der Nachfrage auszurichten und nicht ausschließlich aus dem Bauch heraus zu arbeiten.

Der Ads Manager als Keyword-Werkzeug

Auch der Pinterest Ads Manager kann für die Recherche interessant sein, selbst wenn du keine Kampagne schalten möchtest. Im Bereich der Anzeigengruppen-Targeting-Optionen gibst du ein Ausgangskeyword ein. Pinterest zeigt dir dazu ungefähre Suchvolumen-Daten und thematisch verwandte Vorschläge.

Diese Angaben solltest du als Orientierung verstehen, nicht als exakte Prognose für organische Reichweite. Das Suchvolumen sagt dir, dass ein Thema auf Pinterest Nachfrage hat. Es sagt nicht, wie viele Impressionen dein konkreter Pin erzielen wird oder wie schwierig es sein wird, für den Begriff sichtbar zu werden.

DatenpunktWas du daraus ablesen kannstWofür er nützlich ist
SuchvolumenEine ungefähre Einordnung der SuchhäufigkeitBegriffe und Themen miteinander vergleichen
ThemenvorschlägeVerwandte Begriffe und thematische ErweiterungenKeyword-Cluster und neue Pin-Ideen entwickeln
Kombination aus beidemZusammenhang zwischen Nachfrage und ThemenfeldRecherche priorisieren und Inhalte planen

Du kannst ein Seed-Keyword eingeben und die Vorschläge zunächst in deine Tabelle übernehmen. Danach prüfst du jeden Begriff noch einmal in der Suchleiste und in Pinterest Trends. So verlässt du dich nicht auf eine einzelne Datenquelle.

Der Ads Manager kann dir Suchvolumen und Themenvorschläge liefern, ohne dass du dafür zwingend eine Anzeige veröffentlichen musst. Die Daten sind eine Entscheidungshilfe – keine Garantie für organische Sichtbarkeit.

Bei der Arbeit mit dem Ads Manager solltest du außerdem darauf achten, Suchbegriffe nicht nur nach ihrer Größe auszuwählen. Ein Begriff mit höherem Suchvolumen kann für dein Unternehmen weniger wertvoll sein als eine spezifische Suchphrase mit klarer Absicht. Für eine Pinterest-Beraterin kann „Pinterest Marketing Unternehmen“ beispielsweise näher am Angebot liegen als das deutlich allgemeinere „Marketing“.

Keyword-Cluster statt isolierter Begriffe

Pinterest-Inhalte funktionieren selten gut als lose Ansammlung einzelner Keywords. Sinnvoller ist es, Begriffe nach ihrer Bedeutung zu bündeln. Ein Cluster für eine selbstständige Texterin könnte beispielsweise „Website-Texte“, „Texte für Start-ups“, „Über-mich-Seite schreiben“ und „professionelle Webseitentexte“ enthalten.

Aus einem solchen Cluster lassen sich verschiedene Inhalte entwickeln:

  • ein Pin mit einer konkreten Anleitung,
  • ein Pin mit typischen Fehlern,
  • ein Pin zu einem Teilproblem,
  • ein Blogartikel als vertiefende Ressource,
  • eine Pinnwand, die mehrere Aspekte des Themas bündelt.

Das spart nicht nur Recherchezeit. Es sorgt auch dafür, dass deine Inhalte unterschiedliche Suchintentionen abdecken, ohne dass jeder Pin gleich klingt.

Pinterest ist keine Plattform, auf der jeder Inhalt unmittelbar nach der Veröffentlichung sein gesamtes Potenzial entfaltet. Pins können auch später noch gefunden und gespeichert werden. Deshalb lohnt es sich, saisonale Themen mit Vorlauf zu planen.

Als praxistaugliche Faustregel kannst du saisonale Inhalte ungefähr 45 Tage vor dem erwarteten Nachfrageanstieg veröffentlichen. Je nach Thema, Branche und Produktionsaufwand kann ein längerer Vorlauf sinnvoll sein. Die 45 Tage sind also kein technischer Schalter und keine Garantie für bessere Performance, sondern ein Planungsrahmen: Dein Inhalt hat mehr Zeit, indexiert zu werden und erste Reaktionen zu sammeln, bevor die Nachfrage ihren Höhepunkt erreicht.

Für umfangreiche Inhalte – etwa Geschenkideen, Hochzeitsplanung oder Weihnachtsdekoration – kann es sinnvoll sein, noch früher zu starten. Bei kurzfristigeren Themen reicht möglicherweise ein kürzerer Abstand. Entscheidend ist, dass du den Verlauf des konkreten Suchbegriffs beobachtest und nicht blind einen festen Kalender übernimmst.

Der Jahreskalender als Planungsinstrument

Pinterest veröffentlicht regelmäßig Trendprognosen, unter anderem im Rahmen von „Pinterest Predicts“. Solche Berichte können dir Ideen für Themen geben, die du bisher nicht auf dem Radar hattest. Sie sollten aber nicht die einzige Grundlage deiner Keyword-Recherche sein. Ein prognostizierter Trend ist zunächst eine redaktionelle Anregung. Ob er zu deiner Zielgruppe passt, prüfst du anschließend mit der Suchleiste und Pinterest Trends.

So gehst du vor:

1. Wähle passende Themen aus.

Suche dir nur Trends heraus, die mit deiner Nische, deinem Angebot und deiner Zielgruppe zu tun haben.

2. Prüfe die Sprache auf Pinterest.

Gib den Begriff in die Suchleiste ein und notiere relevante Ergänzungen. Vielleicht verwendet die Zielgruppe eine andere Formulierung als der Trendbericht.

3. Vergleiche den Verlauf.

Sieh dir in Pinterest Trends an, ob das Interesse bereits wächst, konstant bleibt oder nur kurzfristig sichtbar wird.

4. Plane rückwärts.

Lege fest, wann Inhalt, Gestaltung, Freigabe und Veröffentlichung abgeschlossen sein müssen. Der geplante Nachfrageanstieg ist der Zielpunkt, nicht der Start deiner Produktion.

Angenommen, du entdeckst im Sommer ein Thema rund um gemütliche Winterabende und Pinterest Trends zeigt einen Anstieg im frühen Herbst. Dann solltest du nicht bis zum ersten kalten Wochenende warten. Erstelle zunächst einige unterschiedliche Pins, veröffentliche sie mit ausreichendem Vorlauf und beobachte, welche Varianten besonders gut zu den Suchanfragen passen.

Saisonale Keyword-Recherche bedeutet, der Nachfrage nicht hinterherzulaufen. Plane so, dass dein Inhalt bereits auffindbar ist, wenn das Interesse sichtbar zunimmt.

Mehrjährige Saisonalität erkennen

Ein einzelner Jahresverlauf kann täuschen. Vielleicht wurde ein Thema durch einen besonderen Anlass, eine Medienberichterstattung oder eine kurzfristige Welle beeinflusst. Wenn Pinterest Trends mehrere Jahresverläufe anbietet, vergleiche sie miteinander.

Achte dabei auf:

  • den ungefähren Beginn des Anstiegs,
  • die Dauer der aktiven Suchphase,
  • den Zeitpunkt des höchsten Interesses,
  • mögliche zweite Ausschläge,
  • Unterschiede zwischen verwandten Begriffen.

So erkennst du, ob ein Thema jedes Jahr ähnlich funktioniert oder ob sich die Nachfrage verschiebt. Diese Beobachtung ist besonders hilfreich für Unternehmen, die Inhalte langfristig planen müssen. Ein wiederkehrendes Muster lässt sich in einen Redaktionskalender überführen, sollte aber regelmäßig überprüft werden.

Strategische Platzierung: Wo Keywords im Profil und auf Pins wirklich zählen

Keywords zu finden ist nur die eine Hälfte. Die andere besteht darin, sie an passenden Stellen einzusetzen. Pinterest muss den Zusammenhang zwischen deinem Profil, deinen Pinnwänden, dem Pin und dem Zielinhalt verstehen können. Gleichzeitig soll der Text für Menschen lesbar bleiben.

Welche Gewichtung einzelne Felder im Pinterest-System genau haben, ist nicht vollständig öffentlich dokumentiert. Deshalb wäre es zu pauschal, einen einzelnen Bereich als sicher entscheidenden Ranking-Faktor zu bezeichnen. In der Praxis ist eine konsistente, verständliche Signalisierung sinnvoller als die Konzentration auf ein einziges Feld.

Profil-Ebene

Profilname:

Wenn es natürlich klingt, kannst du dein Hauptthema im Profilnamen sichtbar machen. „Sina | Pinterest Marketing & Visual SEO“ erklärt mehr als ein Name ohne Kontext. Das Keyword sollte jedoch nicht auf Kosten der eigenen Marke gehen. Ein überladener Profilname wirkt schnell wie eine Suchbegriffsliste.

Profilbeschreibung:

Formuliere in ein bis zwei klaren Sätzen, wem du hilfst und womit. Integriere zwei oder drei zentrale Begriffe nur dann, wenn sie sprachlich passen. „Pinterest Marketing für Selbstständige und kleine Unternehmen“ ist verständlicher als eine Reihe unverbundener Begriffe wie „Pinterest SEO Keywords Reichweite Pins Beratung“.

Pinnwand-Titel:

Ein präziser Titel erleichtert die thematische Einordnung. „Wohnideen für kleine Wohnzimmer“ vermittelt mehr als „Meine Lieblingsideen“. Das bedeutet nicht, dass jeder Titel möglichst lang sein muss. Kürze und Klarheit sind wichtiger als eine maximale Anzahl an Suchbegriffen.

Pinnwand-Beschreibung:

Beschreibe, welche Inhalte die Pinnwand sammelt und für wen sie relevant sind. Verwandte Begriffe können dabei natürlich auftauchen. Eine Beschreibung zu „Website-Texte für Selbstständige“ darf beispielsweise von Startseitentexten, Über-mich-Seiten und verständlicher Positionierung handeln.

Pin-Ebene

Pin-Titel:

Der Titel sollte das Thema des Pins klar benennen und möglichst nah an der Suchabsicht liegen. Ein Hauptkeyword am Anfang kann die Orientierung erleichtern, ist aber keine universelle Pflicht. Entscheidend ist, dass Titel, Bild, Beschreibung und Zielseite dieselbe Erwartung erzeugen.

Pin-Beschreibung:

Nutze die Beschreibung, um den Inhalt zu erklären und passende verwandte Begriffe in einen Zusammenhang zu setzen. Drei bis fünf Keywords sind keine feste Vorgabe. Ein kurzer Pin braucht möglicherweise weniger, ein ausführlicher Ratgeber kann mehr thematische Begriffe enthalten. Schreibe für die Person, die entscheiden möchte, ob sie den Pin speichert oder anklickt.

Zielseite:

Wenn der Pin auf einen Blogartikel, eine Angebotsseite oder einen Shop führt, sollte die Zielseite die Versprechen des Pins einlösen. Ein Keyword im Pin hilft dir wenig, wenn die verlinkte Seite das Thema nur am Rand behandelt. Auch die Überschrift, der Seitentext und die Struktur der Zielseite sollten zum Suchintent passen.

Bildtext und Gestaltung:

Text auf dem Bild ist in erster Linie für die schnelle Orientierung gedacht. Er kann das Thema unterstützen, sollte aber nicht mit einer langen Keyword-Kette überladen werden. Ein klarer, gut lesbarer Satz funktioniert häufig besser als sechs Begriffe in kleiner Schrift.

Die Kunst der natürlichen Integration

Hier liegt der Unterschied zwischen einer brauchbaren Beschreibung und einer bloßen Suchbegriffesammlung. Pinterest soll erkennen können, worum es geht. Gleichzeitig muss ein Mensch sofort verstehen, welchen Nutzen der Inhalt bietet.

Unvorteilhaft wäre etwa:

„Wohnideen Wohnzimmer modern minimalistisch einrichten kleine Wohnung Tipps“

Eine natürlichere Variante lautet:

„Moderne Wohnideen für kleine Wohnungen: Mit diesen minimalistischen Einrichtungstipps machst du aus jedem Quadratmeter ein Zuhause.“

Die zweite Formulierung liest sich flüssiger und erklärt außerdem, was die Nutzerin erwartet. Sie enthält mehrere thematisch passende Begriffe, ohne den Satz in eine Liste zu verwandeln. Das kann die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass der Pin verstanden, gespeichert oder angeklickt wird. Garantieren lässt sich eine bestimmte Nutzerreaktion oder eine konkrete algorithmische Folge daraus jedoch nicht.

Auch sogenannte Keyword-Varianten solltest du nicht zwanghaft unterbringen. „Pinterest Keywords finden“, „Pinterest SEO Keywords“ und „Suchbegriffe auf Pinterest finden“ können für die Recherche verschiedene Formulierungen liefern. Im fertigen Text reicht es, diejenige Variante zu verwenden, die zum Satz und zur Absicht der Seite passt.

Keywords sollen den Inhalt präzisieren, nicht den Inhalt ersetzen. Wenn ein Text nur noch nach Suchbegriffen klingt, verliert er genau die Klarheit, für die du ihn eigentlich optimieren wolltest.

Automatisierung und Analyse: Einsatz von Drittanbieter-Tools wie Pin Inspector

Die manuellen Werkzeuge von Pinterest bilden das Fundament. Wenn du mehrere Accounts betreust, regelmäßig große Themenlisten auswertest oder Mitbewerber systematischer beobachten möchtest, können Drittanbieter-Tools Zeit sparen.

Pin Inspector ist ein Desktop-Tool, das Funktionen für automatisierte Keyword-Recherche und Mitbewerberanalyse anbietet. Es greift auf öffentlich zugängliche Daten zurück und benötigt deshalb nicht dieselbe API-Anbindung wie eine offizielle Anwendung. Daraus folgt aber auch: Die Ergebnisse solltest du als Arbeitsgrundlage und nicht als unveränderliche Wahrheit behandeln. Ein automatisiertes Ergebnis ersetzt nicht die Prüfung in Pinterest selbst.

Je nach Einsatz und verfügbarer Version kann Pin Inspector unter anderem dabei helfen,

  • Keyword-Varianten aus Suchbegriffen zusammenzutragen,
  • Themen und Interessen rund um ein Ausgangskeyword zu untersuchen,
  • sichtbare Pins und Pinnwände zu einem Thema zu vergleichen,
  • wiederkehrende Muster in der Gestaltung und Themenwahl zu erkennen.

Der praktische Vorteil liegt vor allem in der Geschwindigkeit. Die ABC-Methode ist für einige Hauptthemen gut machbar. Wenn du jedoch viele Themencluster, Accounts oder Kundenprojekte parallel betreust, wird die manuelle Arbeit schnell unübersichtlich.

Bei der Mitbewerberanalyse solltest du nicht nur auf die sichtbare Position eines Pins schauen. Ein einzelner Suchlauf ist eine Momentaufnahme. Ergebnisse können sich je nach Suchbegriff, Region, Sprache und Zeitpunkt unterscheiden. Außerdem erkennst du von außen nicht zuverlässig, welche internen Daten oder Zielsetzungen hinter einem erfolgreichen Account stehen.

Ab wann lohnt sich ein Drittanbieter-Tool?

Die ehrliche Antwort: Für die meisten Unternehmerinnen und Selbstständigen reichen die kostenlosen Pinterest-Werkzeuge zunächst aus. Die Suchleiste liefert Suchvarianten, Pinterest Trends hilft bei der zeitlichen Planung und der Ads Manager ergänzt ungefähre Suchvolumen-Daten sowie Themenvorschläge.

Ein Drittanbieter-Tool kann interessant werden, wenn:

  • du mehrere aktive Pinterest-Accounts betreust,
  • deine Nische sehr viele verwandte Suchbegriffe umfasst,
  • du regelmäßig umfangreiche Keyword-Listen aufbauen musst,
  • du Wettbewerber und Themenfelder systematischer vergleichen möchtest,
  • du wiederkehrende Auswertungen für Kunden oder interne Redaktionsplanung brauchst.

Weniger sinnvoll ist die Anschaffung, wenn die grundlegende Strategie noch fehlt. Ein Werkzeug kann Begriffe schneller sammeln, aber nicht entscheiden, welche davon zu deinem Angebot passen. Es kann auch nicht automatisch beurteilen, ob dein Pin die Erwartung der Suchenden erfüllt oder ob deine Zielseite überzeugend genug ist.

Arbeite deshalb zunächst mit den kostenlosen Quellen und entwickle einen festen Ablauf. Erst wenn du genau weißt, welche Arbeitsschritte dich regelmäßig Zeit kosten, kannst du prüfen, ob ein kostenpflichtiges Werkzeug diese Aufgabe tatsächlich erleichtert.

Der erste Recherche-Durchlauf

Für den Einstieg brauchst du keinen komplizierten Prozess. Nimm dir ein zentrales Geschäftsthema vor und arbeite es in einer überschaubaren Runde durch:

1. Öffne die Pinterest-Suchleiste in einem privaten Browserfenster.

2. Gib dein wichtigstes Thema ein und notiere die relevanten Vorschläge.

3. Ergänze das Hauptkeyword nacheinander um mehrere Buchstaben der ABC-Methode.

4. Ordne die Begriffe nach Themenclustern und Suchabsicht.

5. Prüfe ausgewählte Begriffe in Pinterest Trends auf saisonale Verläufe.

6. Nutze den Ads Manager, um zusätzliche Themenvorschläge und eine ungefähre Einordnung der Suchhäufigkeit zu erhalten.

7. Entscheide, welche Begriffe zu deinem Profil, deinen Pinnwänden und deinen konkreten Inhalten passen.

8. Plane daraus mehrere Pins mit unterschiedlichen Blickwinkeln – nicht mehrere fast identische Keyword-Listen.

Am Ende dieser ersten Runde hast du noch keine Garantie auf Reichweite. Du hast aber eine deutlich bessere Grundlage, als wenn du Titel und Beschreibungen spontan formulierst. Du weißt, welche Sprache Pinterest zu deinem Thema anbietet, welche Fragen sich daraus ergeben und ob es saisonale Zeitfenster gibt.

Pinterest Keyword-Recherche Schritt für Schritt bedeutet deshalb nicht, möglichst viele Begriffe zu sammeln. Es geht darum, Nachfrage, Suchintention und eigenen Inhalt miteinander zu verbinden. Die Suchleiste öffnet den Prozess, Trends helfen bei der zeitlichen Einordnung, der Ads Manager ergänzt Daten und Drittanbieter-Tools können später Routinearbeit übernehmen. Die eigentliche Qualität entsteht dort, wo du aus diesen Hinweisen einen klaren, hilfreichen Pin machst.

Häufige Fragen

Wie kann ich die Pinterest-Suchleiste für meine Recherche nutzen?
Gib dein Hauptthema in die Suchleiste ein, um durch die Autovervollständigung relevante Wortkombinationen zu erhalten. Mit der ABC-Methode, bei der du das Keyword mit jedem Buchstaben des Alphabets kombinierst, lassen sich zudem systematisch Long-Tail-Keywords entdecken.
Wofür eignet sich das Tool Pinterest Trends?
Pinterest Trends hilft dir dabei, die zeitliche Entwicklung eines Themas zu analysieren. So erkennst du saisonale Muster und kannst entscheiden, wann das Interesse an einem bestimmten Begriff seinen Höhepunkt erreicht.
Kann ich den Ads Manager nutzen, ohne Anzeigen zu schalten?
Ja, der Ads Manager kann als Recherche-Werkzeug dienen, um ungefähre Suchvolumen-Daten und thematisch verwandte Vorschläge zu erhalten. Diese Informationen dienen als Orientierungshilfe für die Planung deiner organischen Inhalte.
Wann sollte ich saisonale Inhalte auf Pinterest veröffentlichen?
Als Faustregel empfiehlt sich eine Veröffentlichung etwa 45 Tage vor dem erwarteten Nachfrageanstieg. Dies gibt dem Inhalt ausreichend Zeit, um indexiert zu werden und erste Reaktionen zu sammeln.
Lohnen sich kostenpflichtige Drittanbieter-Tools für die Keyword-Recherche?
Für die meisten Selbstständigen reichen die kostenlosen Pinterest-Werkzeuge aus. Drittanbieter-Tools sind vor allem dann sinnvoll, wenn du mehrere Accounts betreust, sehr umfangreiche Listen verwalten musst oder Mitbewerber systematischer analysieren möchtest.

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