lisaseiller

Deine Worte. Deine Pins. Deine Reichweite.

Meldung

Pinterest Performance+ Update: KI-Hintergründe und neue Kennzeichnungspflichten

Laut Projecter baut Pinterest seine Performance+ Suite mit KI-gestützter Hintergrundgenerierung aus und führt gleichzeitig eine automatische Kennzeichnung von KI-Inhalten über IPTC-Metadaten ein.

aktualisiert 03. September 2026

Pinterest Performance+ Update: KI-Hintergründe und neue Kennzeichnungspflichten

Für Marken, die Pinterest als Performance-Kanal nutzen, verschiebt sich damit der operative Hebel: weniger manuelle Creative-Produktion pro Motiv, mehr Pflicht zur sauberen Deklaration. Die Änderung steht nicht isoliert – Meta verschärft ab August 2026 ebenfalls die Kennzeichnungspflichten für KI-generierte Werbeinhalte, andere Plattformen ziehen nach.

Was sich bei Pinterest konkret ändert

Die automatisierten Performance+ Kampagnen erhalten eine KI-gestützte Hintergrundgenerierung. Werbliche Pins lassen sich damit stärker über algorithmisch erzeugte Visuals skalieren, ohne jedes Motiv einzeln zu produzieren. Parallel setzt Pinterest auf IPTC-Metadaten als Standard für die Kennzeichnung – ein plattformübergreifendes Metadatenformat, mit dem sich KI-generierte Inhalte konsistent markieren lassen. Wer synthetische Hintergründe oder Personen in seine Creatives einspeist, muss damit rechnen, dass diese Information im Pin sichtbar ausgespielt wird.

Der regulatorische Kontext, der auf deine Strategie drückt

Projecter ordnet die Pinterest-Änderung in einen größeren Rahmen ein: Hintergrund sind ein US-Bundesstaatsgesetz zur Offenlegung synthetischer Darsteller sowie verschärfte EU-Vorgaben, die im Sommer in Kraft getreten sind. Meta verlangt ab August 2026 eine strikte Kennzeichnung KI-generierter Personen oder fotorealistischer Avatare direkt im Ads Manager und erkennt synthetische Elemente zusätzlich automatisch über C2PA-Metadaten. Wer die Kennzeichnung versäumt oder Metadaten vorsätzlich entfernt, riskiert laut Projecter unmittelbare Anzeigensperren und eine Verschlechterung des Kontovertrauens im Ausspielungs-Algorithmus. Die Botschaft ist eindeutig: KI-Creatives werden plattformübergreifend transparenter, und die operative Verantwortung für korrekte Deklaration wandert spürbar in die Marketing-Teams.

Dein To-Do für heute

  • IPTC-Export sauber aufsetzen: Prüfe, ob dein Bild- oder Design-Workflow IPTC-Felder konsistent schreibt und KI-generierte Elemente als solche taggt, bevor sie in Pinterest oder Meta hochladen.
  • Asset-Inventar scannen: Liste alle aktuell laufenden Pins und Ads, die KI-Hintergründe oder synthetische Personen enthalten – diese brauchen eine dokumentierte Kennzeichnung.
  • Freigabe-Checkliste erweitern: Baue den Punkt „KI-Deklaration" als festen Bestandteil in deinen Creative-Freigabe-Flow ein, damit nichts ungekennzeichnet live geht.
  • Storyline nicht verstecken: Projecter weist darauf hin, dass offener Umgang mit KI-Inhalten das Markenvertrauen nicht schädigt, solange Mehrwert und Erzählung stimmen. Plane eine kurze Caption-Routine, die den Einsatz von KI-Hintergründen transparent benennt, statt ihn zu verschleiern.

Mehr zum Dossier