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Pinterest setzt auf kontextuelle KI-Werbung für mehr Performance

Pinterest testet kontextuelle KI-Werbung mit messbarem Hebel: Laut MediaPost stieg das Klickvolumen im neuen Performance+-Modell um 7,5 Prozent gegenüber der Vorgängervariante.

aktualisiert 18. August 2026

Pinterest setzt auf kontextuelle KI-Werbung für mehr Performance

Die Plattform erweitert ihre Werbe-Infrastruktur gezielt um drei KI-Bausteine - das Timing fällt nicht zufällig auf die Woche vor dem Cannes Lions Festival.

Drei neue Hebel im Ads Manager

Im Zentrum steht der "Business Assistant", eine Erweiterung für den Ads Manager, die derzeit in einer geschlossenen Beta in den USA läuft. Das Tool liefert laut Pinterest keine Textwände, sondern Breakout-Trends in Grafiken und schlägt passende Top-Pins für die Promotion vor. Steigt die Suche nach "Warm Minimalism" um 58 Prozent, kann ein Advertiser direkt prüfen, welche Nutzeraktionen den Trend treiben - und erhält automatisierte Promo-Materialien passend dazu.

Zweite Neuerung: "Pinterest MCP (Model Context Protocol)" verbindet Pinterest mit externen Workflows. Kampagnen, Analytics und Keyword-Insights lassen sich damit ohne Tool-Wechsel in einer KI-nativen Infrastruktur bündeln.

Drittens erhält Performance+ ein neues Modell, das kreative Varianten je Impression bewertet und die voraussichtlich beste auswählt. In internen Tests führte das zu dem genannten Klickplus von 7,5 Prozent.

Parallel bringt Pinterest "Ask Pinterest" als eigenständige App an den Start - gedacht für konversationelle, visuelle und mehrstufige Produktsuche jenseits klassischer Keywords. Beispiele aus der Ankündigung: eine Dinnerparty mit knappem Budget planen, ein wirklich persönliches Geschenk finden oder ein Zimmer über mehrere Käufe hinweg einrichten.

Parallelsignal: Zillow-Daten fließen in Pinterest Ads

Wie ADWEEK berichtet, hat Zillow eine Partnerschaft mit Pinterest geschlossen und öffnet 34 Audience-Segmente für Werbungtreibende - darunter Käufer, Mieter, Verkäufer und Eigentümer. Bei einem Test mit Kohler habe die Zillow-Datenbasis 82 Prozent mehr Pinterest-Nutzer erreicht als eine Standard-Kampagne mit klassischem Such-Targeting. Für Marken aus Möbel, Interior und Home Services verschiebt das die Targeting-Logik spürbar.

Dein To-Do für heute

1. Ads Manager öffnen und prüfen, ob der Business Assistant bereits sichtbar ist. Der Rollout läuft laut Ankündigung zunächst in den USA.

2. Performance+ Creatives auditieren: Welche deiner aktuellen Anzeigen wurden seit dem Modellwechsel priorisiert? Vergleiche die CTR der letzten 30 Tage gegen den Vormonat.

3. Ask Pinterest im Auge behalten, sobald verfügbar. Dokumentiere Suchanfragen aus deiner Nische und die gelieferten Antworten - dieses Signal-Feeding wird dein Vorsprung, wenn die Daten später in die Werbe-Tools zurückfließen.

Pinterest positioniert sich klar als datengetriebene Werbeplattform. Wer jetzt Pins, Keywords und Creatives sauber strukturiert, füttert die KI mit den richtigen Signalen - und zieht den Hebel zurück auf seine Seite.

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