Pinterest transformiert visuelle Suche in Performance-Kanal für Marken
640 Millionen monatliche Nutzerinnen und Nutzer, über 80 Milliarden Suchen pro Monat, 96 Prozent davon unbranded – das ist die Eingangsstatistik, mit der Pinterest-CEO Bill Ready am Dienstag bei…

640 Millionen monatliche Nutzerinnen und Nutzer, über 80 Milliarden Suchen pro Monat, 96 Prozent davon unbranded – das ist die Eingangsstatistik, mit der Pinterest-CEO Bill Ready am Dienstag bei "Pinterest Presents" die neue Werbe-Offensive eingeläutet hat, wie Modern Retail berichtet. Im Zentrum steht das Format Visual Search Ads, ergänzt um einen Ausbau der KI-Suite Pinterest Performance+. Für Marken und Selbstständige verschiebt sich damit der Hebel von reiner Awareness zu messbarer Performance direkt im visuellen Suchfluss.
Das Format im Detail
Visual Search Ads werden nach Pinterest-Angaben in den kommenden Wochen weltweit in Beta ausgerollt. Wer etwa nach "statement handbags" sucht, bekommt künftig nicht nur organische Ergebnisse, sondern auch gesponserte Produktvorschläge direkt im Suchergebnis und in der Detailansicht angeklickter Pins. Der Klick führt auf die Shop-Seite des Werbekunden. Laut Modern Retail betonte Vizepräsidentin Chloe Wix, dass keine neue Creative-Produktion nötig sei – bestehende Assets reichten aus. Parallel erweitert Pinterest Performance+ um manuelle A/B-Tests; Werbekunden können zudem gezielt steuern, welche Produkte bei saisonalen Launches priorisiert ausgespielt werden.
Was das für deinen Kanal bedeutet
Die Mechanik ist klar: Pinterest positioniert sich explizit als Performance-Plattform, nicht mehr nur als Awareness-Spielwiese. Paid Clicks zu Advertisern sind nach Pinterest-Angaben in den letzten drei Jahren um das Fünffache gewachsen. Die Mediaagentur Tinuiti berichtete bereits Anfang 2024, dass die Pinterest-Budgets ihrer Kunden um 45 Prozent nach oben gegangen seien. Für deine Planung heißt das: Die Suchintention auf Pinterest sitzt kurz vor der Kaufentscheidung – und sie ist zu 96 Prozent unbranded. Wer hier mit sauberem Keyword-Mapping, klaren Produktbildern und passenden saisonalen Setups auftaucht, besetzt das White Space vor dem Wettbewerb. Mehr als die Hälfte der Nutzerbasis ist Gen Z – die Plattform hat den Nachfrage-Korridor, den viele Marken seit Jahren suchen.
To-do für heute
- Audit deiner Top 20 Pins: Welche haben eine erkennbare Suchintention, ein sauberes Produktfoto und ein konsistentes Keyword-Mapping?
- Frühbucher-Slot sichern. Sobald Visual Search Ads in deinem Markt in der Beta verfügbar wird, plane 50 Euro Testbudget für eine Saison-Kategorie ein – nicht breit streuen, sondern eine Nische scharf besetzen.
- Creative schlank halten. Das Plattform-Versprechen lautet: bestehende Assets reichen. Also keine neue Bildproduktion, sondern Produktisolierung auf neutralem Hintergrund, fokussiert auf ein Hauptmotiv.
- Vanity-Metriken ausmustern. Tracke ab sofort Saves plus Klicks plus Checkouts. Der Hebel verschiebt sich von oben nach unten – und dein Reporting muss diesen Shift abbilden, sonst verkaufst du Awareness zum Performance-Preis.