Pinterest wird zur Performance-Maschine: Neue Werbetools für Marken
Laut Digiday standen beim Event "Pinterest Presents" drei Zahlen im Mittelpunkt: 640 Millionen monatliche Nutzer, von denen mehr als die Hälfte zur Gen Z zählt, ein Wachstum der bezahlten Klicks um…

Pinterest macht den Suchfeed zur Bühne: 4 Hebel ab heute
Laut Digiday standen beim Event "Pinterest Presents" drei Zahlen im Mittelpunkt: 640 Millionen monatliche Nutzer, von denen mehr als die Hälfte zur Gen Z zählt, ein Wachstum der bezahlten Klicks um das Fünffache in drei Jahren - und 96 Prozent unbranded Suchen bei über 80 Milliarden Anfragen pro Monat. Die Plattform ordnet sich damit offen vom reinen Awareness-Kanal zur Performance-Maschine um. Für Marken und Selbstständige heißt das: vier konkrete Stellhebel, die jetzt in jede Pinterest-Strategie gehören.
Visual Search Ads: neues Inventar in deinen Top-Suchen
Die auffälligste Neuerung sind die Visual Search Ads, die Digiday als weltweite Beta beschreibt. Marken erscheinen damit prominent in den Suchergebnissen sowie in den Detailansichten einzelner Pins - etwa wenn Nutzer nach "Statement Handtaschen" suchen und gesponserte Produkte direkt im Treffer landen. Dein organischer Pin verliert damit in den Such-Tabs an Alleinstellung. Entscheidend ist nicht ob, sondern wann deine Kern-Kategorien kommerziell werden.
Prüfe in den nächsten 14 Tagen: Bei welchen deiner zehn wichtigsten Suchbegriffe tauchen jetzt schon gesponserte Pins auf? Genau dort entscheidet sich, ob dein organisches Ranking noch trägt oder du in den Bid-Modus wechseln musst.
Performance+ mit A/B-Test: der Schalter wandert zurück zu dir
Zusätzlich erweitert Pinterest seine Suite Pinterest Performance+ um manuelle A/B-Test-Tools, wie Digiday berichtet. Marken können künftig selbst bestimmen, welche Produkte zu saisonalen Schlüsselmomenten priorisiert ausgespielt werden. Der Regler wandert damit vom Black-Box-Algorithmus zurück zu dir - mit echten Vergleichsdaten statt Bauchgefühl. Für deine nächste Saison-Kampagne heißt das: Plane zwei Creatives pro Suchbegriff von Anfang an als Test-Setup ein, nicht erst nach dem Launch.
96 Prozent unbranded: dein größter SEO-Hebel wartet schon
Die vielleicht wichtigste Zahl für deine SEO-Logik: 96 Prozent aller Pinterest-Suchen sind unbranded, wie Digiday unter Berufung auf Pinterest-CBO Lee Brown festhält. Diese Anfragen enthalten keine Marke im Suchfeld - exakt dort ist der Wettbewerb am niedrigsten und der Hebel für saubere Pinnamen, Alt-Texte und konsistente Boardstrukturen am größten. Wer seinen Suchmaschinen-Workflow jetzt von Google auf Pinterest erweitert, gewinnt Sichtbarkeit, die der Großteil der Marken weiter ignoriert.
Dein To-Do für heute
Öffne dein Pinterest-Werbekonto und prüfe, ob Performance+ für dich bereits freigeschaltet ist. Falls ja: Lege eine Test-Kampagne mit genau zwei Creatives pro Suchbegriff an, halte alles andere identisch - bis auf den Bildausschnitt. Miss über sieben Tage die Save-Rate pro Variante. Sie zeigt dir schneller als jede Klickzahl, welche Bildsprache deine Zielgruppe wirklich als Inspiration ablegt - und damit öfter zurückkommt.